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Limpopo Provinz, Fusssafari (Ende November 2006)

In strömendem Regen fahren wir von Johannesburg los in nördliche Richtung. Das erste Mal seit langen, dass ich Urlaub mit Regen anfange! Naja, ich gönn es ja der trockenen Landschaft....nur dass es gerade jetzt regnen muss? Und wie immer bei Regen schaut man hoch zum Himmel und sieht in jeder helleren Wolke eine Aufklarung....diese war uns aber nicht beschieden und wir liessen die Scheibenwischer während der Fahrt nach Pieterburg in Hochtouren arbeiten. Glücklicherweise klarte es am nächsten Morgen auf und als wir die 9 km lange Auffahrt nach Lesheba Wilderness erreichten, war der lehmige Boden bereits soweit getrocknet, dass wir Fahrt auch im normalen PW schafften. Sobald wir das Hochtal in den Southpansbergen erreichten, prasselte allerdings wieder der Regen auf das Autodach und Nebel hüllte die schöne Landschaft ein.  Doch unsere geniale Unterkunft für leider nur 2 Nächte machte alles wett! Eine Suite bestehend aus 3 Rondavels (Küche, Schlafzimmer und Bad), die aneinander gebaut sind. Das Innere wurde von Venda-Künstlern „dekoriert“ mit  Lehmfiguren. Eine Unterkunft wo man sich kaum satt sehen kann. Vor dem Bau der Suiten, schliefen die Gäste im Venda Dorf, welches von der sehr bekannten Künstlerin Noria Mabasa gebaut und geformt wurde. Selbst der jetzige President Thabo Mbeki hat in diesen kleinen Venda Hütten schon übernachtet. Neben faszinierender Vendakunst an und in den Unterkünften bietet die Gegend auch sonst sehr viel. Über 320 verschiedene Baumarten soll es hier geben. Peter, der Manager erklärt uns viele Pflanzen, die in der Heilkunde einen wichtigen Stellenwert haben und führt uns auf steinigen Pfaden zu alten Felsmalereien der San (Buschmänner). Hier hin führen auch Spuren einer ehemaligen Hochkultur der heutigen Vendas. Um das 11 Jahrhundert haben bei Mapungubwe Menschen gesiedelt, welche bereits in der Kunst des Gold schmelzen bewandert waren. Das bekannteste Stück; ein goldenes Nashorn, kann heute im Museum bei Pretoria bewundert werden. Ein spannender Spaziergang in die Vergangenheit. Die Nashörner allerdings, denen wir bei dichtem Nebel zu nahe kamen, brachten uns abrupt zurück in die Gegenwart....und in die Deckung naher Büsche. Wie immer an schönen Orten kommt der Abschied viel zu früh und wir machen uns auf den Weg in den Tuli Block.

6 Tage und 5 Nächte ausgefüllt mit Fusssafaris, Pirschfahren und Fahren mit dem Mountain Bike. Unter Mountain Bike stelle sich der verwöhnte Schweizer am besten ein Rad vor, welches maximum für eine Fahrt von Haustüre bis zum Bahnhof benützt wird. Ok, etwas übertrieben formuliert! Aber trotz den vielen Reparaturen-Stops (so verlor ich doch schon nach 50 Metern raddeln das erste Mal die ganze Trettkurbel...) war es ein absolutes Vergnügen durch den Busch zu pedalen und Tiere wie Giraffen oder Schakale zu beobachten. Von den Löwen sahen wir leider – oder zum Glück nur die Spuren. In bester Erinnerung bleibt auch die Nacht im „Hide“. Nach einem netten Grillabend im Busch kam soviel Wind auf, dass an Schlaf gar nicht zu denken war und der Morgen sehnlichst erwartet wurde. Nach den 2 Nächten im einfachen Zeltcamp und der Nacht im Hide, wechselten wir die Unterkunft. Nun wurden wir in der Tuli Safari Lodge bei gleich bleibenden Aktivitäten verwöhnt. Aber bekanntlich hat alles ein Ende und während ich über die Formulierung des Textes nachgrüble und mich an die Hitze in Afrika zu erinnern versuche, hüllt dichter kalter Nebel den Zürichsee ein.

(Nicole Wilhelm)  

  Lesheba Badzimmer

Serie Nashorn(er)

Lesheba Village

Mountain Bike Safari

Elefanten_07

Elephantshrew