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Tanzania & Zanzibar, November 2008

Die Ankunft mit Swiss in Dar es Salaam (Zwischenlandung in Nairobi) erfolgt gegen 21.15h Lokalzeit. Das Einholen des Visums (USD 50.00) ist eher zeitraubend und nun wird man als Tourist auch in Tanzania bei der Einreise fotografiert.. Die Fahrt zum Kilimanjaro Kempinski Hotel – direkt am Hafen gelegen – dauert zu später Stunde ca. 20 Minuten und führt an Induestriegebäuden, Marktständen und einfachen Behausungen vorbei. Ich frage die nette Dame an der Reception, ob man auch um 22.30h in diesem Erstklasshotel noch einen leichten Snack haben könnte. Sie verneint, weil sie nicht weiss, dass die Bar im obersten Stock (mit Terrasse und herrlichen Blick auf den Hafen) Snacks solange serviert, als dass die Bar geöffnet ist.
 Es geht nichts über eine tolle Identifikation mit dem Arbeitgeber!

Frühmorgens erfolgt der Transfer zum Lokalflughafen, welcher sich nur knapp 1 km neben dem Internationalen Airport befinden (beide Flughäfen benutzen dieselbe Piste, denn das Flugverkehrsaufkommen ist „gigantisch“..). Man stelle sich vor, Zürich Unique Airport hätte rund 1'000 m nebenan noch einen Lokalflughafen… (Südanflug lässt grüssen). Coastal Aviation bringt mich in 40 Minuten ins Selous Wildschutzgebiet, benannt nach dem Engländer Frederick Courteny Selous, welcher um 1900 ein in Ostafrika bekannter Grosswildjäger war. Er starb am 4. Januar 1917 bei einem Gefecht der englischen Truppen gegen die deutschen Truppen am Beho Beho River.

Die Fahrt von der Buschpiste bei Siwandu bis ins Lake Manze Camp ist ein interessanter Game-Drive. Wir sehen Wildhunde (sehr selten!), Elefanten, Flusspferde, Kudus, Eland Antilopen (grösste Antilopenart), Krokodile, Zebras, Giraffen und Fischadler. Das Camp (Zelte mit eigener Dusche/WC) liegt in Sichtdistanz zum Lake Manze; entsprechend liegt das Schwergewicht auch auf Wassersafaris mit kleinen Motorboot (mit Sonnendach). Unzählige Krokodile und Flusspferde sind zu beobachten und auch die Vogelwelt zeigt eine beachtliche Vielfalt. Mein Frühstück am nächsten Morgen verzögert sich um knapp 30 Minuten, denn zwei junge Elefanten haben sich den Platz genau vor meinem Zelt ausgesucht, um nach essbarem Grünzeug an den Büschen und Bäumen zu suchen! Der anschliessende Wechsel zum Sand Rivers Selous Camp – dieses liegt direkt am Rufiji River – dauert gegen 3 Stunden. Es hat geregnet und die Piste ist in einem teilweise katastrophalen Zustand. Umso grösser ist der Genuss dieses Camps, welches dank seiner erhöhten Lage über dem Fluss eine faszinierende Aussicht garantiert. Wesentlich bequemer als die Hinreise ist dann die Abreise am nächsten Tag mit dem Kleinflugzeug zurück nach Dar es Salaam und weiter nach Zanzibar.

Das Klima auf Zanzibar könnte keinen grösseren Kontrast zum Selous aufweisen! Sehr heiss und eine hohe Luftfeuchtigkeit passen zu dieser wirklich sehr afrikanischen Umgebung. Der Strassenverkehr zeigt chaotische Muster, so ganz nach dem Motto „hupen, dann zufahren“. Aber eine sehr lebendige Atmosphäre mit farbenfroh gekleideten Menschen (vor allem das weibliche Geschlecht), welche stets freundlich winken. Das Besichtigen verschiedener Hotels und Lodges auf der Insel erinnert mich - richtigerweise – daran, dass dies keine Ferienreise ist, sondern harte Arbeit. Die Zufahrtsstrassen- bzw. Pisten von der asphaltierten Hauptstrasse zu den versch. Hotels sind meist in einem höchst desolaten Zustand; deren Befahrung empfiehlt sich nicht mit vollem Magen! Und einmal mehr beweisen die Besuche der verschiedenen Unterkünfte, wie wichtig der persönliche Augenschein und das Begutachten sind, um dem interessierten Kunden schlussendlich auch das Produkt zu empfehlen, welches seinen Vorstellungen und Erwartungen am Nächsten kommt! Da nützt keine Website und kein Farbkatalog: Man muss es selber erlebt haben!

Zum Abschluss ein Kurzbesuch von Stone Town, welche mit ihrer Architektur und den Einwohnern eindrücklich an die arabische Vergangenheit (Zanzibar war bis 1963 von einem Sultan und seinem kleinen, privilegierten Gefolge regiert) erinnert. Diese Herrschaft endete ein Jahr später nach einem blutigen Aufstand der unterdrückten afrikanischen Inselbewohner, welche anschliessend die Volksrepublik Zanzibar und Pemba ausriefen. Am 26. April 1964 wurde dann der Staat Tanganyika gegründet, welcher die Insel Zanzibar einschloss; trotzdem hält Zanzibar bis heute an seiner grossen Unabhängigkeit zum Festland fest.

Mit Coastal Aviation fliege ich am nächsten Morgen direkt nach Arusha (Flugzeit ca. 90 Minuten) und lande auf dem lokalen Flughafen von Arusha, welcher südwestlich der Stadt zu finden ist. Bis zur Arusha Coffee Lodge, sie befindet sich mitten in einer riesigen Kaffeeplantage – sind es gerade mal 5 Fahrminuten. Ein idealer Ort, um sich vor und/oder nach einer Flugsafari für eine Nacht aufzuhalten. Auf dem Programm stehen die Besichtigungen des Arusha Hotels und der Arumeru River Lodge und am folgenden Morgen reicht es zu einem Kurzbesuch der Hatari Lodge (Hardy Krüger!), welche sich innerhalb des Arusha Nationalparks befindet. Ein schon fast geschichtsträchtiger Ort, wurde doch hier der Film „Hatari“ mit John Wayne gedreht. Auf dem Weg zum Kilimanjaro International Airport (vor meinem Abflug in die Serengeti) dann noch schnell eine Stippvisite der Kia Lodge, welche sich knapp 1 km neben dem Flughafen befindet.

Singita Grumeti Reserves heisst mein nächstes Ziel. Ein privates Konzessionsgebiet, welches sich im Western Corridor der Serengeti (mit dem Grumeti River) befindet und sich über 140'000 (!) ha erstreckt. Gerade mal 3 Lodges der exklusiven Singita Gruppe sind zu dort finden:  Sabora Tented Camp, Faru Faru Lodge und Sasakwa Lodge. Das gesamte Konzessionsgebiet wurde vom sehr wohlhabenden Amerikaner Paul Tudor Jones in Pacht erworben und zu einer ausschliesslichen Fotosafari-Region erklärt. Da ein grosser Teil dieser 140'000 ha immer noch aus verschiedenen „Hunting Blocks“ besteht, werden pro Jahr alleine gegen eine Million US Dollar investiert, nur um diese „Hunting Concessions“ zu erwerben und damit dem Kauf derselben durch Jagd-Organisationen zuvorzukommen. So ist heute keine Jagd mehr möglich bzw. gestattet und um dieses Verbot und das Wildern auch kontrollieren zu können, verfügt Singita Grumeti Reserves – so nebenbei gesagt – über eine eigene „Anti Poaching Squad“ von rund 120 Mann! All diese Faktoren, zusammen mit der Exklusivität der drei Lodges was Lage, Einrichtung und Service betrifft, erklären die stolzen Preise, welche pro Person und Nacht bezahlt werden müssen. Ich darf aber mit meinen aktuellsten Kenntnissen und gemachten Erfahrungen mit gutem Gewissen sagen: „Preis/Leistung – auf einem sehr hohen Niveau – stimmt!“

Die Serengeti ist in ihrer Landschaft einzigartig und es gibt wohl keine Landschaft im Südlichen Afrika, welche der Serengeti entsprechen würde. Die schier endlosen Weiten, unterbrochen mit sanften Hügelzügen prägen das Bild. Der Tierreichtum ist unerschöpflich und gerade im Singita Grumeti Reserve hängt die Präsenz der Tiere nicht von der bekannten „Migration“ ab; die Tiere leben (und sterben) dort 365 Tage pro Jahr. Ein Höhepunkt meines Aufenthaltes war das Erspähen einer „Black Mamba“, welche ich – zusammen mit meinem sehr erfahrenen Guide (aus Südafrika) – ganz in der Nähe der Sasakwa Lodge angetroffen habe. Ein höchst seltenes Erlebnis, verhielt sich dieses hochgiftige Reptil doch gute 30 Sekunden in völliger Bewegungslosigkeit knapp 6 Meter vor unserem Fahrzeug auf dem Weg, bevor es sich blitzartig ins Gebüsch verkroch.

Die Rückreise lässt sich nicht mehr hinauszögern. Eine Cessna Caravan der Regional Air bringt mich – mit direktem Überflug des Ngorongoro Kraters – nach Arusha und weiter bis zum Kilimanjaro Airport. Von dort aus dann ein 50-minütiger Flug nach Nairobi Wilson Airport (mit dem Bezahlen eines Transitvisums von USD 20.00) und weiter zum Jomo Kenyatta Airport, wo mich die Swiss für den Heimflug nach Zürich erwartet.

(Hanspeter Zeier)

  Dar es Salaam Kilimanjaro Kempinski Blick auf Hafen

Selous aus der Vogelperspektive

Selous Lake Manze Camp

Selous Lake Manze Bootstour

Selous Sand Rivers Camp

Zanzibar Gemma Dell Est Resort, Strand

Zanzibar The Royal Zanzibar Bar

Zanzibar The Royal Zanzibar Garten mit Bungalows

Zanzibar The Royal Zanzibar Poolanlage

Zanzibar The Royal Zanzibar Strand

Zanzibar The Royal Zanzibar Superior Room

Zanzibar Ras Nungwi Garden Bungalow

Zanzibar Ras Nungwi Lobby

Zanzibar Ras Nungwi Strand

Zanzibar Matemwe Bungalows Schlafzimmer

Zanzibar Matemwe Retreats Terasse

Zanzibar Zamani Kempinski

Zanzibar Traditionelle Fisherboote

Zanzibar Fairmont Deluxe Zimmer

Zanzibar Mchanga Beach Lodge Bungalows

Zanzibar Mchanga Beach Lodge Pool

Zanzibar Fumba Beach Lodge Suite Tower

Zanzibar Mbweni Ruins Hotel

Zanzibar Serena Hotel Stone Town

Arusha Coffee Lodge Bedroom

Arusha Hotel

Arusha Hatari Lodge Kilimanjaro

Arusha Hatari Lodge

Singita Grumeti River Luftaufnahme

Singita Grumeti Sabora Tented Camp Tent

Singita Grumeti Reserve Löwin

Singita Grumeti Faru Faru Lodge, Suite

Singita Grumeti Sasakwa Lodge, Bathroom

Singita Grumeti Sasakwa Lodge, Main Pool