headline reisberichte
Singita Lodge und Mpumalanga
(November 2002)

„Kurz aber intensiv", so darf dieser Wochenend-Abstecher nach Südafrika mit gutem Gewissen bezeichnet werden! Drei Produkte standen zur Prüfung im Vordergrund: Die Flüge mit Emirates, die Besichtigung des neuen „Mpumalanga International Airport" beim Krüger National Park und ein Besuch der privaten Game Lodge Singita.

Emirates geniesst einen guten Ruf! Umso gespannter bin ich auf die Flüge von Zürich via Dubai nach Johannesburg und zurück. Und meine Erwartungen werden erfüllt. Ohne Ausnahme ausgezeichnete Fluggeräte (Airbus A330) und ein gediegener, aufmerksamer Bordservice in der Businessklasse. Natürlich ist es nicht die schnellste Flugverbindung zwischen Zürich und Johannesburg, aber dafür ist der Transitaufenthalt in Dubai mit seinem gepflegten „Tax Free" und der grosszügigen Businessklasse-Lounge ein Genuss.

Noch attraktiver ist diese Flugvariante, wenn sich der Südafrikareisende nach einer tollen Rundreise auf dem Rückweg noch ein paar Tage Badeferien in „1001 Nacht" leisten will!

Der nächste Schwerpunkt meiner Kurzreise ist der Besichtigung des eben erst eröffneten neuen „Mpumalanga International Airport" gewidmet. Dieser löst (leider) den bekannten Skukuza Airport ab, welcher mit seiner Lage im Krüger National Park ein ausgezeichneter Ausgangspunkt sowohl für den National Park, wie auch für die umliegenden privaten Wildschutzgebiete war. Unternehmerische, politische... und auch ökologische Gründe haben zu dessen Schliessung geführt. Die Piste liegt auf einer leicht gewölbten Anhöhe, gesäumt von kleinen Hügeln auf beiden Seiten. Fraglich, ob diese Lage dem Flughafen bei schlechtem Wetter (Regen, Nebel) in Zukunft nicht immerwieder einen Streich spielen wird. Das Hauptgebäude ist im Safaristil (mit Riedgrasdach) gebaut und macht einen einladenden Eindruck. Dass das Gepäckförderband (Marke ABB) noch nicht einwandfrei funktioniert, muss als „Kinderkrankheit" abgebucht werden.

Komfortabel ist die Weiterreise im Kleinflugzeug zur Buschpiste der Singita Lodge. Nach gut 20 Minuten lande ich und werde - wie es sich bei einer erstklassigen Lodge gehört - auch bereits durch einen Game Ranger samt Geländefahrzeug erwartet. Die holprige Fahrt zur Lodge dauert nur wenige Minuten und schon befinde ich mich - mitten im Busch - in einer Lodge, deren Qualität und Komfort nichts zu Wünschen übrig lässt. Singita besteht aus zwei komplett eigenständigen Lodges (Boulders und Ebony), welche nur wenige hundert Meter auseinander liegen, sich aber weder optisch noch akustisch in die Quere kommen. Ich wohne in der Boulders Lodge und geniesse ein Chalet (oder müsste ich diese Unterkunft wohl Suite nennen?), welches mit eigener Lounge, grossem Schlafzimmer, Badezimmer mit Badewanne, Innen- und Aussendusche, Ankleideraum, separatem WC, sowie eigener Veranda mit kleinem Pool(!) schon fast abgehoben erscheint. Das Hauptgebäude mit Bibliothek, Aufenthaltsraum, Cheminée und separatem Essraum bietet einen offenen Ausblick auf das (trockene) Flussbett; Impalas und Buschböcke grasen auf der gegenüberliegenden Seite.

Nicht nur kulinarisch werde ich verwöhnt (Singita ist Mitglied bei Relais & Châteaux); auch die Safaris im geländegängigen Fahrzeug unter höchst kundiger Leitung sind für mich ein Hochgenuss. Und wenn dann nach einer spannenden Safari mit einem Geparden, zwei Löwen und einem Breitmaulnashorn beim Verlassen des Fahrzeuges bei der Lodge auch noch eine „Mozambique Spitting Cobra" auf mich wartet, dann sind der Superlativen schon fast zu viele. Spannend, aber Tatsache!

Die Rückreise von Singita bis zum verlassen erscheinenden „alten" Flughafen von Skukuza (dieser liegt innerhalb des Krüger National Parks) erfolgt im Kleinflugzeug. Glücklicherweise werden auch weiterhin Mietwagen nach Skukuza geliefert, denn von hier aus lässt sich ein Besuch des Parks und/oder des umliegenden Lowveldes am besten unternehmen. Meine Fahrt aber geht bereits wieder in Richtung Johannesburg. Via Hazyview und Sabie (ein schmuckes Dörflein) erreiche ich die Bergstrasse zum Long Tom Pass, welche auf der westlichen Seite weiter nach Lydenburg führt. Über Dullstroom - bekannt für das Forellenfischen in den kleinen Seen - geht die Reise nach Belfast und anschliessend auf der Autobahn zurück nach Johannesburg. Emirates bringt mich auf bequeme und gastfreundliche Art via Dubai zurück nach Zürich.

(Hanspeter Zeier)

  Mpumalanga International Airport

Singita Boulders Lodge

Singita Boulders Lodge

gepard

Giraffe

Elefant